Partnerkinos in Ihrer Nähe

Folgende Kinos gehören zu den Partnerinstitutionen von Regards Neufs. Diese messen dem barrierefreien Zugang zur Kultur besondere Bedeutung bei und unterstützen die Bereitstellung von Audiodeskription und Untertitelung im Kino. Zudem kommen sie blinden und sehbehinderten Personen auch finanziell entgegen, in dem sie der Begleitperson den Eintritt schenken.

Nota bene: Die Apps Greta und Starks funktionieren in allen Schweizer Kinos und sind nicht auf die Partnerkinos beschränkt.

Aigle Cosmopolis Chemin de Novassalles 1860 Aigle
Basel Arena Cinemas Basel Stücki Park Hochbergerstrasse  70 4057 Basel
Basel Pathé Küchlin Steinenvorstadt 55 4051 Basel
Basel Pathé Plaza Steinentorstrasse 8 4051 Basel
Bern Pathé Westside Riedbachstrasse 102 3027 Bern
Bulle Prado Cinemotion Rue Lécheretta 8 1630 Bulle
Château-d'Oex Cinéma Eden Rue du Cinéma 11 1660 Château-d'Oex
Fribourg Arena Cinemas Fribourg Centre Avenue de la Gare 22 1701 Fribourg
Fribourg Rex Cinemotion Bd Pérolles 5a 1700 Fribourg
Genève Arena Cinemas Genève La Praille 10, route des Jeunes 1212 Grand-Lancy
Genève Pathé Balexert Avenue Louis-Casaï 27 1211 Genève
Genève Pathé Rex Rue de la Confédération 8 1204 Genève
La Sarraz Casino Route d'Eclépens 1315 La Sarraz
Lausanne Pathé Flon Rue du Port-Franc 16 1003 Lausanne
Lausanne Pathé Les Galeries Petit-Chêne 27 1003 Lausanne
Locarno PalaCinema Piazza Remo Rossi 1 6600 Locarno
Lugano Arena Cinemas CineStar  Via Ciani 100 6900 Lugano
Martigny Casino Av. de la Gare 17 1920 Martigny
Martigny Corso Av. du Grand-Saint-Bernard 32 1920 Martigny
Monthey Plaza Place centrale 7 1870 Monthey
Montreux  Hollywood Grand-Rue 90-92 1820 Montreux
Netstal Arena Cinemas Wiggispark Netstal Molliserstr. 45a 8754 Netstal
Oftringen Youcinema Zürichstrasse 52 4665 Oftringen
Orbe Urba Rue des Terreaux 36 1350 Orbe
Payerne Apollo Cinemotion Grand-Rue 6 1530 Payerne
Vevey Astor Rue de Lausanne 17 1800 Vevey
Vevey Crazy Moon Rue J.J. Rousseau 5 1800 Vevey
Vevey Open Air La Place Scanavin 1800 Vevey
Vevey Rex Rue J.J. Rousseau 6 1800 Vevey
Zürich Arena Cinemas Zürich Sihlcity Kalanderplatz 8  8045 Zürich
Zürich Pathé Dietlikon Moorstrasse 2 8305 Dietlikon
Zürich Stüssihof Stüssihofstatt 13 8001 Zürich 
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Arena Cinemas Zürich Stüssihof

13 Stüssihofstatt
8001 Zürich
www.arena.ch/de/stuessihof

 

Nein das Kino Stüssihof war nicht das älteste Sexkino in der Stadt. Das Kino Stüssihof wurde 1960 in die Altstadtliegenschaft Stüssihofstatt 13 eingebaut, vorher war ein Kaffee in im Obergeschoss, sogar der schöne Erker über dem Eingang ist nicht aus der guten alten Zeit, er wurde beim Umbau Anfangs der 50er Jahre an die Fassade angebracht. Das galt damals einfach als schick.

Das Kino Stüssihof wurde je nach Quelle, am 6. oder 5. Oktober 1960, mit dem Film "Die 5 Pennies" oder "Der Glückspilz" mit Danny Kaye und Louis Armstrong eröffnet. Auch sind seinerzeit ganz gerne Sittenfilme gezeigt worden – natürlich erst ab 18 Jahren. Der Namen Kino Stüssihof wurde dann von Herrn Hans Schneider 1976 in "City" umgetauft und galt als Art Studio Kino. Studio Kinos waren zu der Zeit gerade en vogue. Herr Hans Schneider verkaufte das Kino Anfangs 1980 an Edi Stöckli, im ersten und im zweiten Stock installierten sich die Büros der Edi A. Stöckli Kinobetriebe AG, die heutigen EAST CINEMAS AG. Das Kino eröffnete mit dem Film "Dällebach Kari" von Kurt Früh und es wurde als Reprisenkino programmiert, was zur damaligen Zeit, durchaus noch ein Geschäftsmodel hätte sein können. Allerdings wurden immer mehr private TV Programme aufgeschalten und das Videozeitalter begann. Filme aus der Konserve für den Fernseher zu hause. Die Kinoprogramation musste angepasst werden. Es wurde vermehrt auf Kultfilme und Musikfilme gewechselt, es wurde Filmkunst gespielt. Wir bekamen sogar solche Premieren wie den ersten Film von Udo Lindenberg. Auch "Jubilee" von Derek Jarman lief im Kino Stüssihof. Die Premiere von "The Great Rock'n Roll Swindle", der Sex Pistols Film war ebenfalls im Kino Stüssihof, es gab Hamburger und Cola, sowie kleinere Sachbeschädigungen, die anscheinend auch heute noch passieren, wenn der Film wieder mal in einem Kino gespielt wird. Weiter kamen Filme wie "The Harder They Come" mit Jimmy Cliff, sowie David Bowie's "The Man Who Felt To Earth". Ja sogar Arnold Schwarzenegger kam mit "Stay Hungry" zu Ehren, seinem 2. Film seiner Schauspielerkarriere, kurz vor seinem grossen Actionhelden Aufstieg.

In den Nocturnes um Mitternacht liefen Musikfilme, die Leute fanden es super, nur kamen sie nicht in das Kino. Ob es der Umbau der Altstadtkanalisation war, die Drogenszene auf dem Hirschenplatz, das Geschäft lief nicht sonderlich gut. So erinnerte man sich doch gerne wieder an die Sittenfilme, die es ja auch in den Achtzigern noch gab, allerdings unter dem Namen Pornofilm und so wurde aus dem "City" ein Pornokino mit dem alten Namen "Stüssihof" und eröffnete am 28.2.1981 mit dem Film „Leos Leiden".

Die EAST CINEMAS AG musste 1995/1996 dank Wohnanteilsplan ausziehen und zog an die Dienerstrasse und das Haus zur Linde wurde danach dementsprechend umgebaut. Nach dem Umbau entstand im ersten Stock im ehemaligen Frisörsalon ein zweiter Kinosaal. Der Kinoeingang wurde versetzt und ist von da an durch eine Miniarkade erreichbar. Es gab zwei Filme für einen Eintritt und auch eine Kabinenarkade, sowie einen DVD-Kiosk im Foyer. Natürlich verschwand auch die Operateurkabine, die Zeit des 35 mm Films war im Pornobusiness längst Geschichte. Die Filme wurden ab professionellen DVD Playern, später ab Server abgespielt und mit Beamer auf die Leinwand gebracht. Das digitale Zeitalter hatte begonnen. Der Besucher konnte das Kino auch durch Edi's Weinbar verlassen, wo jeden Monat ein neuer Künstler seine Erotisch/Pornografischen Werke unter der Leitung des Museums Of Porn In Art, ausstellte und noch immer ausstellt. Natürlich gibt es in Edi's Weinstube auch eine schöne Auswahl an phantastischen Weinen zu extrem fairen Preisen.

Die Zeit steht nie still und das Gesicht der Zürcher Altstadt veränderte sich, vor allem in der nächsten Nachbarschaft. Das Erotik-Kino Etoile schloss 1985 die Tore, aus dem Striptease Club "Red House" wurde das "Polygon", ein Cabaret mit Travestie. Danach kam das "ZIC ZAC" ein Lokal wie das Hard Rock Cafe. Die Liebesdienerinnen verschwanden an der Marktgasse. Im Hotel "Goldenen Schwert", entstand anstelle der "Rotisserie" und des "Swiss House" (ehemals Perroquet) das "Tamara und Marisa", ein Schwulenetablissement mit Francis Delon. Das ist seit Februar 2013 leider auch Geschichte. So war die Marktgasse auch trockengelegt und das Stüssihof, als letztes Pornokino in der Altstadt, hatte somit auch keine Zukunft mehr. "Stüssihof ohne Kino geht nicht", sagte Edi Stöckli, "Wir machen ein Kino mit einem zeitgemässen Angebot". Also legen wir mit dem neuen Kino Stüssihof, nach langer Umbauphase los.

Peter Preissle

Partnerkinos


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